Andacht Dezember 2018 - Februar 2019

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„A Star was born“, „ein Star wurde geboren“ so der Titel eines Films, der vor ein paar Wochen in die Kinos kam.

Es geht um Ally, gespielt von Lady Gaga. Ally hat zwar eine tolle Stimme und schreibt schöne Lieder, doch sie traut sich nicht ins Rampenlicht.

Sie findet sich nicht attraktiv genug.

Erst als sie von einem anderen Sänger ermutigt wird, wagt sie den Schritt in die Öffentlichkeit und hat Erfolg. Ally wird ein „Star“.

Ein „Star“: So nennen wir Menschen, die aus der Masse herausragen;

Menschen die einen „Glamour“, einen schönen Schein verbreiten z.B. berühmte Menschen aus dem Showgeschäft. Wenn Menschen diese Star´s sehen, sind sie oft völlig aus dem Häuschen. Ja, manche Stars werden verehrt, oder sogar vergöttert.

Wenn sie erfolgreich genug waren bekommen sie einen Stern aus Stein. Dieser Stern wird mit ihrem Namen auf einem Fussweg, dem „Wacke of Fame“ in Los Angeles eingelassen wird.

Das Matthäusevangelium berichtet auch von einem Stern, einem besonderen Phänomen, das vor über 2000 Jahren tatsächlich am Himmel stand. Einige Astronomen vermuten, dass es sich vielleicht um die Planten Jupiter und Saturn handelte, die in dieser Zeit so nah beieinander standen, dass sie wie ein großer Stern wirkten.

Wie dem auch sei: Sterndeuter hatten diesen Stern ausgemacht und für sie bedeutetet er: „Die Geburt eines Königs.“ Auch hier steht also der Stern für einen „Star“ einen „Superkönig“.

Und so machten sich Sterndeuter auf den Weg nach Jerusalem. Dort erfuhren sie: Wenn ein besonderer König geboren wird, dann in Bethlehem, so stand es in der Bibel

(Micha.5,1). In Bethlehem scheint der Stern über einem Haus. Von den Sterndeutern heißt es: „Als sie den Stern sahen, war ihre Freude riesengroß.“ Mt.2,10

Doch die Sterndeuter finden keinen Star, der Glamour verbreitet, kein holder Knabe im lockigen Haar.“ Nein das Jesus-Baby sieht ganz normal aus und lag in einem Futternapf.

Jesus wird auch nicht durch eine Security von Fans abgeschirmt. Die Sterndeuter können einfach zu dem Kind gehen.

So bescheiden, so unspektakulär Jesus den Mensch begegnet, so gewaltig ist doch sein Anspruch: Retter, Heiland für alle Menschen.

Ja, Jesus redet nicht nur über Gott, er behauptet: „Ich bin es, Gott.“

Aber der „heruntergekommene“ Gott, heruntergekommen zu dir und mir.

Jesus ist der Gott, der sich auf unser Niveau begibt, der Mensch wird um uns Menschen zu begegnen und das ist wunderbar!

Ich kenne Menschen, die fühlen sich in diesen Tagen sehr mies, weil seine Enttäuschung zu verarbeiten haben:

Mit Jesus kommt Gott zu diesen Menschen. Er will nicht am Himmel leuchten, sondern in dein Leben hinein.

Ich kenne Menschen, die haben einen harten Alltag, weil sie ein Familienmitglied pflegen müssen. Mit Jesus will Gott in unserer Haut stecken. Er will mit uns die Lasten teilen und uns Kraft geben.

Ich kenne Menschen, die durch ihr Leben hetzen, immer getrieben von Terminen,

aber im Grunde ohne Sinn und Ziel. Jesus ist gekommen um unser Leben einen Sinn, einen himmlischen Glanz zu verleihen.

Jesus: Mit ihm wurde der absolute Superstar geboren, aber nicht um in den Himmel gehoben zu werden – da kommt er her – nein, sondern in dein Leben zu strahlen.

Das ist die gute Nachricht, auf griechisch das „Evangelium“ von Weihnachten.

In diesem Sinne Ihnen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit!

 

Ihr P. Hannes Koch