Andacht September - November 2019

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Was treibt uns an?

 

Viele werden von dem Wunsch nach Schönheit, Fitness, Erfolg oder Anerkennung angetrieben. Darüber hinaus will man sich etwas gönnen, konsumieren: Ein schönes Haus, ein toller Urlaub, ein schickes Auto.

Dabei ist die gängige Meinung, dass man für die Erfüllung seiner Wünsche hart arbeiten muss. Und so stehen nicht wenige unter einem immensen Druck: Tatsächlich werden wir auch dank der Technik immer effizienter, erledigen mehr in weniger Zeit.

Auf der anderen Seite ist es Stress die Erwartungen der anderen und die eigenen zu erfüllen zu müssen. Ist es da ein Wunder, dass in unserer Zeit psychische Erkrankungen zunehmen. Bei jedem dritten Deutschen wird eine psychische Erkrankung diagnostiziert. (Quelle: FAS)

Dabei bleibt die Frage offen, ob wir wirklich glücklich sind, wenn wir unsere Erwartungen erfüllen. Kürzlich las ich von einem Amerikaner. Er war der Managertyp. Dieser Mann kaufte sich einen heruntergekommen Yachthafen an einem großen See. Er steckte seine ganze Energie und Zeit in das Ziel diesen Hafen wieder attraktiv zu machen. Und es gelang ihm. Der Yachthafen wurde immer größer, schöner. Längst schreibt er schwarze Zahlen, große schwarze Zahlen.

Doch auf die Frage: „Fühlen sie sich nun glücklich?“ antwortete der Mann:

„Nein! Meine Frau und meine Kinder haben mich verlassen, weil ich nur gearbeitet habe. Meine Gesundheit ist angegriffen- alles wegen diesem blöden Hafen.“

Bin ich wirklich auf Dauer zufrieden, wenn ich erfolgreich, schön und fit bin?

Jesus fragte mal seine Zuhörer: „Was hilft es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt und an seiner Seele Schaden nimmt?“ Mt.16,26

Mit dieser Frage macht Jesus deutlich macht: Wir können ein volles Bankkonto und doch ein leeres Herz haben. Wir können nach unseren Maßstäben erfolgreich und doch unzufrieden sein.

Doch was tut denn dann meiner Seele wirklich gut? Wo finde ich Erfüllung?

Bei dem lebendigen Gott.

Ich sagen bewusst: „lebendig“, weil für viele Gott nur eine lebensferne Theorie oder eine Moral ist. Doch Gott ist lebendig und lebensnah. Die Bibel spricht davon, dass der lebendige Gott uns durch Jesus selbst Mensch und damit uns nahe gekommen ist. Durch Jesus hat Gott gewissermaßen eine Leitung zu uns gelegt. Ich muss mich nur an diese Leitung anschließen und den Hahn aufdrehen: Die Bibel nennt dies „Glauben“, Vertrauen, die Verbindung zu Jesus suchen. Jesus bat mal eine Frau um Wasser. Nun, normales Wasser hatte die Frau, doch es fehlte ihr der Stoff, der ihren Lebensdurst stillte. Deshalb sagt Jesus der Frau: „Das Wasser, was ich dir geben, wird in dir eine Quelle zum ewigen Leben.“ (vgl. Joh.4.)

M.a.W.: Wenn du dich mir anschließt, findest du Erfüllung für Deine Seele.

Wie sich das anfühlt, wenn ich bei Jesus angeschlossen bin?

Folgende Gedanken aus einer christlichen Zeitschrift bringen es auf den Punkt:

  • „Sich unabhängig von der eigenen Leistung geliebt wisse. - und ich füge hinzu: sich dennoch gebraucht wissen. -
  • Sich unabhängig vom einen Vermögen gewollt wissen.
  • Sich unabhängig von eigenen Fähigkeiten wertvoll wissen.
  • Sich unabhängig von äußeren Zwängen innerlich frei wissen.“ (Quelle: Zeitschrift : Wort und Tat)

Das ist der Schlüssel zum Glück, nicht die eigenen oder die Erwartung anderer erfüllen müssen, sondern sich im Kontakt mit Jesus erfüllen lassen.

 

Ihr P. Hannes Koch