Andacht Dezember-Februar 2013/2014

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Gut  vorbereitet?


Zu welcher Sorte gehören Sie? Sind Sie einer von den Menschen, die schon im Sommer Weihnachtsgeschenke einkaufen? Oder eher einer von den Typen, die am 3. Advent die Panik bekommen und sie denken: „Ach du meine Güte ich hab ja noch nichts eingekauft?“ Neben den Geschenken kommen dann zusätzliche Aufgaben am Arbeitsplatz, die vor Jahresende erledigt werden müssen. Schüler und Schülerinnen schreiben vor Weihnachten noch jede Menge Arbeiten.  Zudem beginnt mit der Adventszeit ein Marathon an Weihnachtsfeiern. Muss das eigentlich sein ? Meine Erfahrung ist vor Weihnachten setzen wir uns oft selbst unter Druck. Nein, ich werde ihnen jetzt nicht mit dem erhobenen Zeigefinger kommen und sagen: „Furchtbar dieser Weihnachtsrummel! Und das eigentliche an Weihnachten geht verloren!“ Nein! Ich möchte ihnen keinen Stress machen, ich möchte ihnen Entspannung anbieten. Ich bin überzeugt, dass wir in der Begegnung mit Gott entspannen. Deshalb mein Tipp: Planen sie in der Adventszeit bewusst, Zeiten der Ruhe ein:

Eine Besinnung am Morgen, ein kurzer Spaziergang in der Mittagspause; eine Kerze am Abend anzünden:

Zeiten in denen sie ein Gebet sprechen,

in denen sie über ein Weihnachtslied oder einen Bibeltext nachdenken. 

Meine Erfahrung ist: In diesen Zeiten, 15-20.Minuten, da tanke ich auf.

Wie ich die Adventszeit gestalten kann wird für mich deutlich in einer Meditation von Cornelia Mack:

Wo ein Weg ist, da können wir gehen:

Einen Weg gehen, weg-gehen

Weggehen vom Lärm, weggehen von der Hektik

weggehen auch von der Fixierung auf uns selbst.

Auf einen Weg lasse ich etwas hinter mir: Belastungen, Ärger, Frustrationen,

auf einem Weg habe ich etwas vor mir:

Klärung, Hoffnung, neue Horizonte.

Auf einem Weg bewege ich, was in mir ist:

Trauer, schwere Gedanken, Sorgen

Alle Wege unseres Lebens münden, in der Begegnung mit dir, o Gott

Auch wenn die Wege oft dunkel und schwer sind, so bist du doch neben mir. Auch wenn ich das nächste Ziel nicht kenne, bist du schon vor mir dort. Du Mensch gewordener Gott, du Ursprung und Ziel aller meiner Wege, du bist da, damit ich gehen kann, weg-gehen, hin-gehen, dem großen Ziel entgegen, mit dir eins zu sein in Ewigkeit.

 

Ich wünsche Ihnen, dass Sie für die Adventszeit ihren Weg finden,

einen Weg auf dem Sie Gott begegnen, bei ihm zur Ruhe kommen und auftanken können.

Ihr Hannes Koch