Andacht März-Mai 2014

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Gottes Leidenschaft: Du

„Leidenschaft“: Das bedeutet unserer Puls steigt, das Herz schlägt schneller. Wenn wir einen Menschen leidenschaftlich lieben, dann sind unsere Gefühle überschwänglich. Wenn wir eine Sache leidenschaftlich vertreten, dann setzen wir uns ganz dafür ein.

Wenn Fans leidenschaftlich ein Fussballspiel ihrer Mannschaft verfolgen, dann gibt es Jubel und Tränen. Bei Leidenschaft werden eben Coolness und Zurückhaltung über Bord geworfen. Solche Leidenschaft wird vielen Menschen  gerade in der nun beginnenden Jahreszeit nachgesagt: Da werden einige leidenschaftlich, bekommen Frühlingsgefühle.

Ganz anders sehen die meisten Menschen Gott.  Schon der Philosoph Aristoteles erklärte: Gott sei leidenschaftslos, apathisch, „cool“; und bewegter Beweger.

Doch die Bibel beschreibt Gott ganz anders. Gott selber klärt von sich: „Ich bin ein leidenschaftlicher Gott!“(vgl. Jes.9,6) Einen Ausdruck dieser Leidenschaft Gottes findet wir in Jesus Christus.

Mit Jesus zeigt Gott Gefühl, Gefühl für uns.  So sagt Jesus selbst: „So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eigenen Sohn gibt, damit alle die an ihn glauben nicht verloren werden.“ (Joh.3,16) Für „Welt“ könnten Sie jetzt auch Ihren Namen einsetzen. Sie und ich: Wir bewegen Gott im wortwörtlichen Sinne. Gott liebt uns so leidenschaftlich, dass er durch seinen Sohn, Jesus, auf die Erde kommt. Gott hat also eine so große Leidenschaft zu uns Menschen, dass er einer von uns wird. Diese Leidenschaft, schafft Gott leiden, denn Jesus wird zu unrecht verurteilt, misshandelt und ans Kreuz geschlagen.

Für die ersten Christen ist klar: Der Tod von Jesus am Kreuz ist nicht sinnlos . Hier gibt  sich Jesus in seiner Leidenschaft hin um für unser Versagen, unsere Gemeinheiten zu bezahlen.

Er haftet für uns in seiner Liebe mit seinem Leben.

Leidenschaft: Das ist also ein Markenzeichen des christlichen Gottes.  Du, dein Schicksal, deine Freuden, deine Tränen: All das lässt Gott eben nicht kalt. Im Gegenteil: Du bewegst ihn.

Jeden Tag möchte Gott uns begleiten, das Leben mit uns teilen.

Er ist zwar unendlich klüger als wir, und dennoch fühlt er mit uns mit. Er lacht mit uns und er weint mit uns.

Und gerade deshalb können wir Gott vertrauen, gerade deshalb sollten wir ihn  bei allem um seinen Rat fragen.

Ihr Pastor Hannes Koch