Andacht September-November 2014

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Nur Mut!

 

Der Sprung ins kalte Wasser, noch dazu aus einer großen Höhe: Er erfordert Mut. Denn ich weiß ja nicht, was da unter der Wasseroberfläche ist, und wie ich im feuchten Nass ankomme!

So ist der „Sprung ins kalte Wasser“ mittlerweile auch eine Redewendung für Mut, den ich aufbringen muss, wenn sich mir neue Herausforderungen stellen. Kennen Sie das? Sie müssen sich einer Prüfung unterziehen. Sie besuchen eine neue Schule. Sie kriegen neue Lehrer. Sie treten eine neue Stelle an. Sie müssen sich auf einmal mit einer Krankheit auseinander setzten. Sie sind in einen neuen Ort umgezogen: All das sind solche Sprünge ins kalte Wasser.

So einen Sprung erlebt auch ein Kornprinz. Er heißt Salomo. Salomos Vater, König David, hinterlässt seinem Sohn eine großes Bauvorhaben, ein Prestigeobjekt für das ganze Land und für den Glauben der Nation: Die Errichtung eines Tempels für den Gott Israels.

Damit Sie sich in die Lage von Salomo hinein versetzen können: Das wäre so, wie wenn man Sie mit  dem Bau des Berliner Flughafens Beauftragen würde. Der Bau des Tempels ist ein verantwortungsvolles und schwieriges Projekt. Wenn Salomo das „versemmelt“ steht Autorität als neuer König in Frage. Und so macht der alte König David seinem Sohn Salomo Mut: „Sei getrost und unverzagt, fürchte dich nicht und lass dich nicht schrecken!“ (1.Chronik 22,13).

Nun das klingt ja nett. Es ist schön wenn uns Menschen Mut machen, wenn wir vor dem Sprung ins kalte Wasser stehen. Wir brauchen Mut -Macher, Auf-Munterer, Menschen, die uns nicht nur immer sagen: „Das wird nix!“ sondern zu rufen : „Du packst das!“

Allerdings: Woher nehme ich die Zuversicht? Warum sollte Salomo, warum sollten wir zuversichtlich sein beim Sprung ins kalte Wasser? Nun David hinterlässt seinem Sohn nicht nur ein Prestigeobjekt, er hinterlässt ihm auch eine wichtige Erfahrung: „Wenn Du auf Gott hörst,  seine Gebote beachtest, wird dir alles gelingen!“ (vgl. 1. Chronik 22,13).

Was David hier verspricht ist kein Leben ohne Niederlagen. Ja oft sind erst Niederlagen die Grundlage für ein erfolgreiches Leben. Aber David selbst hat erfahren: Wenn ich Gott vertraue und auf ihn höre, dann wird mein Leben nicht scheitern. Auch wenn ich ins kalte Wasser springe, unter mir sind Gottes Arme. Wer sein Leben mit Gott führt, wer sich von ihm führen lässt, der kann auch mal verlieren, aber er wird nicht scheitern. Salomo hat sein Bauprojekt mutig angepackt und am Ende mit Gottes Hilfe seinen Tempel gebaut. Es wurde ein berühmtes und geachtetes Bauwerk. Einen Bauplan für unser Leben: Das hat Gott! Aber wir müssen auf ihn und seine Worte in der Bibel hören, wenn dieser Plan auch erfolgreich umgesetzt werden soll! Wenn wir das tun, dann gilt auch für uns: Mit Gottes Hilfe packen wir´s.

Ihr Pastor Hannes Koch