Andacht März-Mai 2015

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Ein starker Verbündeter für Dich!

Es gibt Phasen im Leben, in denen möchte man alles alleine schaffen, vor allem als Jugendlicher, wenn man sich von den Eltern abnabelt. Man möchte autonom sein, auf eigenen Füßen stehen.

Hin und wieder sind junge Menschen aber auch dankbar, wenn Mama oder Papa unter die Arme greifen. Allerdings sind auch  Erwachsene stolz, wenn sie sagen können: „Das habe ich alleine geschafft“.  Spätestens aber wenn jemand dann sein erstes IKEA-Regal zusammen baut, merkt er/sie: Ich kann nicht alles alleine. Ich brauche Hilfe und kann sie eigentlich meist auch sonst gut gebrauchen. Im Berufsleben ist der Einzelkämpfer/in schon lange „out“. Wer was erreichen will, der braucht ein „Network“, braucht ein Netz von Partnern, Verbündeten, Freunden.  Aber auch im Privatleben erfahre ich , wenn ich vor großen Herausforderungen stehe, wie wichtig gute Freunde sind.

Ein zentraler Verbündeter für alle Bereiche unseres Lebens will Gott sein. Gott? Ja, Gott, denn wer könnte uns besser helfen als der Herrscher über Himmel und Erde, der Allmächtige. Gott, dem alles möglich ist, er hätte doch auch die Kraft und die Kompetenz mich, mein Leben zu fördern.

So fragt schon der Apostel Paulus in seinen Brief an die Christen in Rom: „Ist Gott für uns, wer kann gegen uns sein?“

Klar, wenn ich Gott auf meiner Seite habe, dann kann mir  niemand nachhaltig schaden,  oder?

Doch damit gleich Missverständnisse und Enttäuschungen vermieden werden: „Ist Gott für uns, wer kann gegen uns sein?“:

Das ist keine Aufforderung für eine „Kopf-durch-die-Wand“- Mentalität. Nach dem Motto: „Ich schaffe alles, Gott ist ja auf meiner Seite!“ Denn das Gott für mich ist, d.h. nicht, dass er alle meine Ziele unterstützt. Vielleicht lässt mich Gott sogar mal gegen die Wand laufen, weil ich mal wieder nicht auf ihn gehört habe, als er mir sagte:

„He, den Weg, den du ein geschlagen hast, ist eine Sackgasse.“

„Gott für mich“: Das heißt nicht: Du kannst mit Gottes Hilfe jede deiner Ideen durchsetzen. „Gott für mich“: D.h. Gott ist für mich da!

Und zwar gerade auch dann, wenn ich in der Krise stecke. Ein Leben mit Gott ist deshalb kein , aber ich werde mit ihm nicht scheitern. Und wer sagt mir, dass Gott wirklich für mich ist? Nun Paulus gibt dafür ein klares Argument: Jesus, Gottes Sohn. Wenn Gott sogar seinen Sohn für uns Menschen ans Kreuz gingen lässt, sollten wir ihm dann nicht auch Hilfe im Alltag wert sein? So wie Jesus am Kreuz hängt, so hängt Gott an uns. Wenn wir ihm vertrauen, dann lässt er uns nicht hängen.

Gesegnete Zeit

Ihr Pastor Hannes Koch