Andacht Dezember 2015 - Februar 2016

  • Drucken

Frohe Weihnachten!“ ???

Das ist so der Gruß, den man in den nächsten Wochen wieder häufiger hört: „Fröhliche Weihnachten!“, ein „frohes Fest“! Aber warum soll ich mich an Weihnachten freuen? Klar da sind die Geschenke, über die sich vor allem die Kinder freuen.

Da ist endlich mal Zeit über die Feiertage mit der Familie was zu machen oder einfach nur auszuspannen.

Einige mögen sich auch auf das gemütliche Wohnzimmer mit weihnachtlicher Atmosphäre freuen. Aber wie froh macht uns das alles wirklich und für wie lange? Schauen wir nur mal in diesen Tagen in die Gesichter unserer Mitmenschen oder in den Spiegel: Da sehen wir eher Sorgenfalten als fröhliche Zuversicht.

Augen, die eher ausdruckslos als freudestrahlend sind.

Viele meinen ja auch: „Zur Fröhlichkeit brauche ich Alkohol!

Der macht locker und lustig.“ Was aber ist das dann eigentlich: „Weihnachtsfreude“? Im Buch des Propheten Jesaja wird das Volk Israel aufgefordert: „Jauchzet, ihr Himmel; freue dich, Erde! Lobet, ihr Berge, mit Jauchzen. Denn der Herr hat sein Volk getröstet und erbarmt sich seiner Elenden.“ Jesaja 49, 13

Der Prophet nennt hier einen Grund für Fröhlichkeit und Freude: Gott und seine Zuwendung. Gottes Zuwendung: Das ist das große Thema von Weihnachten. Denn an Weihnachten bekommt Gottes Zuwendung wörtlich Hand und Fuss. Gott wendet sich uns zu durch seinen Sohn Jesus, der als Mensch auf die Erde kommt.

Ob auf Märkten, Weihnachtsfeiern, unterm Tannenbaum oder auf der Kanzeln: Wer an Weihnachten nicht von Gottes Zuwendung spricht, der verfehlt das Thema dieses Festes.

Und wie erfahre ich diese Zuwendung heute?

Bei Jesaja heisst es: „Er tröstet sein Volk.“

Und das tut er auch heute und nicht nur mit Worten.

Eine kluge Frau sagte mal: Seit Weihnachten sind meine Bedürfnisse Gottes Angelegenheiten. Wenn ich Jesus vertraue und ihn bitte, darf ich mit seiner Hilfe rechnen.

Weiter heißt es bei Jesaja: Er erbarmt sich der Elenden. In diesen Tagen denke ich dabei an die Bilder eines kleinen Flüchtlingskindes, dass sich entkräftet und unterkühlt durch den Matsch kämpft.

Jesus hat ausdrücklich seinen Anhängern gesagt: „Helft in meinem Namen!“ Und diese Hilfe geschieht, vor unseren Augen!

So kann ich heute erleben: Es weihnachtet sehr! Durch Jesus erreicht uns Gottes Zuwendung und das macht fröhlich!

In diesem Sinne: Frohe Weihnachten!

Ihr P. Hannes Koch