Andacht Juni - August 2016

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Was mich stark macht...

Die Ameise ist nicht nur fleißig, sie ist ein „Kraftprotz“. Tatsächlich kann die Ameise das 100fache ihres eigenen Körpergewichts heben. Das wäre so, als wenn ein erwachsener Mensch sein Auto hoch heben würde. Nun wird von uns meist gar nicht so viel Muskelkraft verlangt. Heute bestimmen wir „Stärke“ eher als Macht.

Viele erleben: Wer mehr Einfluss und mehr Geld hat, der setzt sich am Ende eben auch durch.

Eine ganz andere Erfahrung spricht aus einem Vers aus der Bibel:

Dort heißt es: „Meine Stärke und mein Lied ist der Herr, er ist für mich zum Retter geworden.“ 2.Mose 15,2

Hintergrund ist die wunderbare Befreiung der Israeliten aus der Sklaverei in Ägypten. Da verfolgt eine gut ausgebildete und top-ausgerüstete ägyptische Militärmacht einen Haufen wehrloser Sklaven.

Eigentlich eine klare Sache, wer hier der Stärkere ist.

Und doch: Am Ende ertrinken die Soldaten des Königs von Ägypten und die Israeliten werden durch Gott gerettet.

Diese Rettung hat sich in das Gedächtnis Israels eingebrannt. Die Erfahrung: Gott ist stärker als alles was mich bedrückt.

Deshalb gilt: Gott, meine Beziehung zu ihm: Das ist meine Stärke.

Eine Stärke, die wir heute ebenso brauchen, wie die Israeliten vor 4000 Jahren. Sicher: Wir leben in einem freien Land und sind hier in Deutschland einigermaßen sicher. Und doch:

Auch wir haben Dinge, die uns belasten, vielleicht auch Menschen, die uns bedrücken, Mächten denen gegenüber wir uns vergleichsweise schwach oder sogar machtlos vorkommen.

Durch Jesus Christus will der Allmächtige uns beistehen.

So jubelt der Apostel Paulus mit den Worten:

„Ist Gott für uns, wer kann gegen uns sein? Er hat sogar seinen Sohn (Jesus) für uns eingesetzt...“ Paulus ist davon überzeugt, dass der die besten Beziehungen hat, der mit Gott in Verbindung steht.

„In Verbindung“: Das ist mehr als bloß an die Existenz Gottes glauben. Wer mit Gott verbunden ist, der gehört zu ihm.

Wer mit Gott verbunden ist, der ist im Gespräch mit ihm, der hört auf Gottes Worte und spricht mit ihm im Gebet.

Die Verbindung zu Gott ist eine unerschöpfliche Kraftquelle.

Diese Kraftquelle lässt Gräfin Daisy von Arnim auftanken, wenn sie die Arbeit auf dem Gutshof stark strapaziert. Die Verbindung zu Gott stärkt Samuel Koch, der jeden Tag mit seiner Querschnittslähmung kämpft.

Egal, wie unsere Lebensumstände sind, wenn wir den Kontakt zu Gott halten, können auch wir leben: Gott macht mich stark! Er lässt mich erleichtert singen. Er rettet mich!

Ihr P. Hannes Koch